Hallo Ihr Lieben!
Astrid sucht diesen Monat unser Lieblingsspielzeug und da mache ich doch gerne wieder mit.
1. Als Kleinkind hatte ich einen Teddy den mein Papa (er war im Männergesangsverein) von einem Gastbesuch in England für mich mitbrachte. Dieser Teddy war platt, braun-beige und eigentlich nicht so, wenn man die Teddys danach sah (ok das war so ca. 1964) aber ich habe ihn geliebt. Er wurde sicher mehr als 100 mal gewaschen, hatte irgendwann auch kein Fell mehr und ging überall mit hin, besonders auf Autofahrten die ich als Kind nicht über mich brachte um wenigstens einmal erbrechen zu müssen.
2. Später so mit 4 bis 5 Jahren bekam ich meine "Rosemarie", eine Babypuppe und ein Jahr später meine "Ursula" eine Puppe die recht groß war mit langen dunklen Haaren, die sie aber zwecks Schere nicht allzulange hatte. Da meine Mama auch nicht stricken, häkeln oder nähen konnte und auch keine Zeit dafür hatte sondern ganztags gearbeitet hat nachdem mein Papa mit 34 Jahren einen Schlaganfall hatte und Frührentner wurde, gab es auch nicht viel Kleidung für die Zwei zum Wechseln.
3. Viel lieber hatte ich dann so etwas wie die Kinderpost wo man Briefe mit Marken verschicken konnte und Stempel. Ich hatte damals kein eigenes Kinderzimmer und hab mir meine Schlafstube mit meiner Oma geteilt, die immer bei uns bis zu Ihrem Tod wohnte. Mein Papa hatte mir dort im Zimmer eine kleine Bank und einen Tisch gebaut, wo ich spielen konnte.
eiTisch gebaut und daran habe ich viele Stverbracht.

4. Aus alten Quellekatalogen wurde Kleidung ausgeschnitten und meiner Anziehpuppe aus Pappe angezogen. Damals gab es auch fertige Bögen für diese Puppen die ich auch hin und wieder bekam aber die Selbstgebastelten waren viel moderner.
5.Und dann gab es noch diese Bögen aus Glanzpapier mit Glitter darauf, Poesiealbumbilder die man gesammelt und wie einen Schatz gehütet hat.

6. Ansonsten haben wir viel draußen gespielt. Wir hatten geheime Verstecke und auch eigentlich verbotene, aber die waren besonders interressant. Es wurde im Hof gespielt bei uns oder meiner Freundin, die gleich nebenan wohnte. Beides waren eigentlich Firmengrundstücke und Betriebswohnungen, wir wohnten in einer alten Villa auf dem Grundstück der Coca-Cola (bei uns hieß es Schlossbrennerei in Menden) und Gudrun nebenan, eine alte Villa die zu Schmöle (Eisenverarbeitung) gehörte. Gummitwist oder Himmel und Hölle gehörten zu unserer Beschäftigung. Wir sind auf Bäume geklettert und haben Seilchen gesprungen. Wir gingen mit der Mama auf den Spielplatz (die Frauen trafen sich dort zu einem Plausch), da gab es Sandkästen, Klettergerüste und besonders Schaukeln. Von so einem Holzklettergerüst bin ich mal ganz bös runtergestürzt und auf dem Boden darunter leblos liegen geblieben. Ich glaub das war ein ganz schöner Schreck für meine Mama, aber ist nichts weiter passiert. Auch Holzsplitter in den Fingern waren da schon mal an der Tagesordnung, keiner hätte gleich die Gemeinde dafür verantwortlich gemacht, es war halt so.

7. 9 Jahre später wurde meine Schwester geboren und sie bekam dann doch schon mehr Spielzeug wie ich. Sie hatte einen Kaufladen den ich auch immer haben wollte und ich habe glaube ich mehr damit gespielt wie sie.
9. Später hat mein Papa ein Puppenhaus gebaut, schon mit elektrischem Licht, wenn ich heute so überlege weiß ich überhaupt nicht, was daraus geworden ist, es war klasse sodass er davon für fremde Leute noch einige baute.So ähnlich sah es aus mit
Balkon.

10. Ich hätte auch gerne eine Carrerabahn gehabt und war immer ganz neidisch, wenn ich bei Freundinnen daheim war die Brüder hatten, aber wir waren nunmal Mädchen, da gab es sowas nicht.
11. Eine Barbie gab es bei uns nicht, damals hieß die abgespeckte Version Petra und die sah auch nicht schlechter aus, war billiger und nicht blond. War mir aber auch nicht so wichtig da ich doch lieber draußen gespielt habe als mit Puppen.
12. 1976 sind wir ins neue Eigenheim gezogen und leider hat meine Oma es nicht mehr erlebt obwohl schon ein Zimmer für sie geplant war. Inzwischen war ich 14 Jahre und zu Weihnachten gab es immer irgendein Spiel, meistens für meine kleine Schwester (meine Wünsche gingen da eher hin zu einer LP, Schmuck oder was fürs Zimmer und ein Jahr bekam ich einen Minifernseher, so toll) mit der wir dann alle Zusammen gespielt haben. Dr. Bibber war damals der Knaller.

13. Mit 15 Jahren bekam ich mein Mofa, das war für mich das schönste Spielzeug. Eine Tourismo Rixe, so geil mit Doppelauspuff und frisiert, die fuhr fast 50 KMH, heute wär sowas nicht mehr erlaubt. Damals gab es noch keine Helmpflicht und die Polizei war auch noch irgendwie entspannter.

14. Wir hatten kein Handy, keine Computerspiele oder Internet und sind trotzdem groß geworden und gut wars. Wenn wir von unterwegs telefonieren wollten gingen wir in eine Telefonzelle.
Selbst heute habe ich noch kein Smartphone sondern nur ein altes Nokia mir Preepaidkarte. Mehr brauch ich nicht, keine What`s app, kein I-Phone Nr. 10.
15. Auch heute mit 55 Jahren mag ich noch Gesellschaftsspiele wie "Mensch ärgere Dich nicht", Rummie oder "Trivial Pursuit", schön wenn man das eigene Hirn nochmal aktivieren kann ohne Instagramm, Twitter, What's app oder wie sie sonst noch alle heißen.
Liebe Grüße sendet Euch die auch ohne Multimedia großgewordene Burgi!