Hallo Ihr Lieben!
Puh, dass neue Thema bei Astrid bringt mich ein wenig ins Schwitzen und ich schau mal, ob ich da was zusammenbringen kann.
Sie sucht unsere Musikerlebnisse, hmm gute und böse.
1. Ich bin total unmusikalisch, kann keine Note halten, geschweige denn singen (gerne unter der Dusche für mich allein, wenn morgens Radio 7 im Radio läuft), laut aber nicht schön. Dabei sind meine Eltern beide sehr musikalisch gewesen. Mein Papa war im Männergesangsverein und meine Mama singt heute mit 78 Jahren noch im Chor.
2. In der Grundschule ging es schon los, im Musikunterricht bekam ich die Triangel und selbst die habe ich nicht wirklich stimmig einsetzen können. Irgendwann brauchte ich am Musikunterricht nicht mehr aktiv teilnehmen. Da hieß es nur, Burglind, hör zu was die anderen machen und sei still.
3. Mit 10 Jahren bekam ich eine Gitarre, weil ich es mir so sehr wünschte und sogar Unterricht bei einer lieben alten Frau, die uns Wander- und Volkslieder beibringen wollte und das Ganze auch noch nach Noten. War auch nicht mein Ding.
4. Meine erste englische Single war "CoCo" von Sweet, da war ich 10 Jahre.
5. Als Kind liefen im Fernsehen jede Menge Operetten und glaubt mir, ich kenne sie fast alle. Es gab nur ARD und ZDF und da gab es keine Alternative, wenn abends die Glotze lief und Willy Fritsch und Lilian Harvey sangen "Ich tanze mit Dir in den Morgen hinein". Aber es war auch irgendwie schön wenn alle Zusammensaßen und Fernseh schauten.
6. Einige Jahre später, die Gitarre gab es immer noch, hab ich im Jugendzentrum ( ich war ca. 14 Jahre) einen Gitarrenkurs belegt und da hat es sogar Spaß gemacht. Hier wurde nicht nach Noten sondern nach Griffen gespielt. Zum Beispiel "House of the Rising Sun" und es klappte sogar ganz ordentlich.
7. In der Schule stand dann so in der 9. Klasse ein Besuch in Dortmund im Opernhaus an. Die Zauberflöte. Wir wurden noch schnell von daheim passend eingekleidet, weil in so ein Opernhaus geht man ja nicht in geflickten Jeans, wäre mir aber lieber gewesen, weil verkleiden wollte ich mich eigentlich nicht. Wir haben als Klasse mehr oder weniger durchgehalten, aber begeistert war glaube ich keiner. Wer will schon 15-jährigen pubertieren Schülern Mozart nahebringen?!
8. Dann kam die "Neue Deutsche Welle" Anfang der Achtziger Jahre. Eine ganz eigene Musikrichtung und es war so geil. Man kannte jedes Lied, hat sich damit identifiziert und war cool. Bands wie Geier Sturzflug, Markus, Fraeulein Menke, Spliff oder auch Falco, den ich dazu zähle, auch wenn er Österreicher war, aber irgendwie genial.
9. Danach folgten so meine Lieblinge wie Udo Lindenberg, Nina Hagen, Pink Floyd, Manfred Mann's Earthband, David Bowie, Frank Zappa, Ian Dury und viele andere. Wir waren im harmlosen Sinn ein wenig auf Krawall gebürstet. Alles, nur nicht normal und keine Schlager oder Volksmusik.
10. Auch waren in dieser Zeit Musicals wie Hair oder Jesus Christ Superstar ganz oben auf der Liste, die jeden Tag auf dem alten Dual-Plattenspieler, den ich von meinen Eltern geerbt habe als sie sich einen Musikturm (war megachick damals) rauf und runter gespielt wurden.
11. Jahre später, ich hatte meine erste Saison in Grömitz an der Ostsee mit 21 Jahren, wo ich erste Erfahrungen in der Gastronomie sammelte in der Strandhalle, wo jeden Abend mehr oder weniger bekannte Promies auftraten, lernte ich so Leute wie Heino und Hannelore (die saßen nach ihrem Auftritt mit uns am Personaltisch zusammen und waren richtig cool drauf, das Medium Terzett (ganz nette Jungs) und Costa Cordalis (mit dem man morgens mal um 7.30 Uhr über die Strandpromenade joggte) persönlich kennen. Es war eine lustige unbeschwerte Zeit, wenn auch mit Arbeit verbunden und auch nicht wirklich meine Musik, aber das sah man damals nicht so eng.
12. Inzwischen an den Bodensee gezogen und auf der Insel Mainau gearbeitet und am Wochenende jede Menge Hochzeiten und Geburtstage als Bedienung mitgemacht und auch so manche rechte und schlechte Tanzband gehört oder Alleinunterhalter (oh graus, da gibt es wirklich richtig schlimme Kandidaten). Eine Bereicherung war immer, wenn Jürgen Waidele gebucht wurde. Der macht klasse Musik und ist heute noch nach über 30 Jahren im Geschäft und eine Institution in Konstanz. Spielte dieses Jahr wieder bei den Konstanzer Sommernächten, die Vorabende im Stadtgarten wo am Samstag, 12.08. als Highlight das Seenachtsfest statt fand mit Riesenfeuerwerk.
13. Ja nun, ansonsten bin ich eher ein Kulturbanause in Sachen Musik, ich kann Radio spielen, höre jeden Abend wenn ich hier schreibe "Radio 7", unseren Heimatsender mit viel Freude, informativ und abwechslungsreich.
14. Sonst mag ich heutzutage Musik von Brian Adams, Katie Melua oder Michael Buble, auch gern die neuen deutschen Sänger wie Max Giesinger oder Johannes Oerding, nicht zu vergessen seine Lebensgefährtin Ina Müller, die nicht nur Talkshow bei "Inas Nacht" kann sondern auch singen, ich liebe ihren Song "Ich bin noch da" mit Edda Schnittgard als Duo Queen Bee.
https://www.youtube.com/watch?v=wKt6CSAPXX4
So, da schau ich selber, dass ich zu dem Thema doch noch etwas aus dem Nähkästchen plaudern konnte, hätte ich anfangs nicht gedacht, aber ich wär nicht ich, wenn ich nicht zu allem meinen Senf dazugeben
könnte😎
In diesem Sinne und bleibt beschwingt, Liebe Grüße Burgi
