Hallo Ihr Lieben!
Inzwischen ist schon Freitag und der letzte Tag am Schwarzsee angebrochen.
Morgens werden wir wieder mit dem Kuhglockengeläut geweckt und inzwischen sind wir ziemlich sicher, das es vom Band kommt. Die Kühe in Sichtweite haben keine Glocken an und das Geläute wiederholt sich ständig im gleichen Rhythmus und in Dauerschleife.
Das Wetter ist etwas gnädiger, kühl aber trocken und so machen wir uns gegen Mittag auf einen Teil des Häxewäägs (Hexenweg) zu laufen. Eigentlich ist er ja eher für Kinder gedacht aber was Kindern gefällt muss für Erwachsene nicht schlecht sein.
Der Weg führt rund um den See und ist in 2 bis 3 Stunden gut zu schaffen, wenn man alle Stationen mitnimmt. Wir sind mit dem Auto zum Ende des Sees gefahren und haben dort beim Campingplatz geparkt und sind hier in den Erlebnisweg eingestiegen.
Zunächst geht es erstmal ein Stück Richtung Wald an einem abgelegenen Hof vorbei.
Schon bald sehen wir das erste Ziel, das Hutätä, ein Nachtreiter, der davor warnt, dass man bei Gewitter, Sturm und Regen lieber im Haus bleibt.
Weiter führt uns der Weg an kleinen Bachläufen vorbei Richtung Ankenhexe, die tief im Wald wohnt.
Hinter ihrer Hütte gibt es Zicklein aus Blech
und davor einen hübschen Grillplatz mit Bänken zum Ausruhen und Vespern. Sogar eine kleine Hütte steht dort, wo Brennholz für den Grill von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird.
Weiter geht es über Baumwurzeln und schmalen Wegen Richtung Wasserfall (dieser Weg ist nicht mehr unbedingt für Kinder geeignet), aber wir möchten auf jeden Fall den Wasserfall noch sehen.
Der Wald wird dichter und das Moos, welches an den Bäumen wächst mutet schon ein wenig gespenstig an, nachts möchte ich hier nicht unterwegs sein.
Nach einigen weiteren holperigen Wegen über Stock und Stein stehen wir vor dem Wasserfall.
Nicht wirklich spektakulär, da habe ich schon andere gesehen aber ganz nett anzuschauen und die Lunge wurde bei dem ganzen Grün mal wieder richtig durchgepfiffen.
Zürück geht es wieder an der Hexenhütte vorbei, hier geht es nicht weiter auf dem Rundweg und so wurden noch die kleinen Steinfiguren angeschaut und über die Brücke ging es zurück Richtung Parkplatz. Inzwischen fängt es leicht zu nieseln an und wir ersparen und den weiteren Rundweg um den See zu den anderen Themen des Häxewääg.
Am Abend gönnen wir uns eine Pizza vom Holzofen im Hotel die mit 21 Franken pro Person schon gut bezahlt ist, ja Essen gehen in der Schweiz ist mal richtig teuer, aber sehr lecker war sie.

Am
Abreisetag wurden wir noch mit einem kleinen Almabtrieb überrascht und
hatten die Kühe noch einige Zeit als Vorhut auf dem Weg zum nächten Ziel
vor uns und kamen nur langsam vorwärts obwohl sie schon gegen 9 Uhr unser Hotel passierten.
Eigentlich wollten wir über
Land zum Brienzersee fahren, 89 km sagte das Navi, 25 km immer bergauf
hatten wir auch schon hinter uns mit Serpentinen, schmalen Sträßchen und
Ziegen, die auf dem Weg Rast machten und plötzlich auf 1400 m war mal
Ende.
Liebe Grüße,
Eure Burgi
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