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Dienstag, 25. September 2018

Feigenträume

Hallo Ihr Lieben!

Unser Feigenbaum ist ein treuer Geselle und so genügsam. Er steht schon seit mehr als 30 Jahren geschützt an der Hauswand im vorderen Haus, bekommt reichlich Sonne ab, übersteht ohne Murren und Knurren trockene Perioden oder Sommer mit viel Regen, freut sich seines Lebens und schenkt uns jeden Spätsommer reichlich Früchte bis auf letztes Jahr, da hat er geschwächelt und es gab nichts zu ernten. Früher habe ich nie gewusst, was ich mit den ganzen reifen Feigen anstellen soll, weil roh mag ich die überhaupt nicht.
Vor zwei Jahren hab ich erstmals aus den Feigen Marmelade gekocht und sie war köstlich. Sie schmeckt nicht nur auf frischen Brötchen sondern auch hervorragend zu Käse.
Da ich eine Vorliebe für Essig habe und so ziemlich alles versuche damit zu mischen wurden auch ein paar Feigen mit weißem  Balsamicoessig aufgesetzt. Ein Träumchen sage ich Euch. Der ist fruchtig und schmeckt perfekt zu Feldsalat.
 
Inzwischen ist es dieses Jahr wieder soweit und die Feigen sind reif, ja schon überreif. Die ersten Früchte sind von den Bienen in Beschlag genommen, aber sie dürfen sich auch gerne bedienen.
 
So wurde am Wochenende der erste Essig angesetzt und die Feigenmarmelade mit Rotwein gekocht. Der Essig muss nun noch 14 Tage ziehen, bevor er abgeseit werden kann. Die Marmelade ist fertig und hat 6 kleine Gläser ergeben. 
Hier wer mag die Rezepte:

Feigenessig:
4 reife Feigen
1/2 l weißer Balsamico-Essig
2 EL Zucker
3 Pfefferkörner
1 TL Meersalz (ich mach immer direkt die doppelte Menge weil er so lecker ist)

Die Feigen waschen und vierteln. Alle Zutaten in ein großes Schraubglas geben und ca. 14 Tage an einen dunklen kühlen Ort ziehen lassen. Ab und zu durchschütteln. Danach den Essig durch ein feinmaschiges Sieb seihen und filtern (ich mach das mit Kaffeefilter). In Flaschen abfüllen.
Der letzte Essig aus 2016

Feigenmarmelade mit Rotwein:
Ca. 800 g frische Feigen
125 ml Rotwein
1 Stange Zimt
2 Sternanis
100 g Zucker 
ca. 650 g Gelierzucker 1:2
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale

 Die Feigen waschen, abtrocknen und in kleine Stücke schneiden. Rotwein, Zimtstange, Sternanis und Zucker zufügen. Zugedeckt und kühl 4-6 Stunden oder über Nacht durchziehen lassen in einem großen Topf mit Deckel.
Gelierzucker und abgeriebene Zitronenschale untermischen. 4-6 Minuten sprudelnd kochen lassen, Zitronensaft einrühren, die Zimtstange und den Sternanis entfernen, mit dem Pürrierstab einmal durchmixen und heiß abfüllen.
Je nach Glasgröße erhält man vier größere oder 6 kleinere Gläser köstlicher Feigenmarmelade. 


Meine Feigenträumchen schicke ich zum Creadienstag.






Liebe Grüße, Eure Burgi











































































































































































































































































































































































































Dienstag, 7. November 2017

Mango-Chutney einfach selbstgemacht!

Hallo Ihr Lieben!

Ihr kennt sicher Mango-Chutney und sicher habt Ihr auch schon mal im Supermarkt vor dem Regal gestanden und gedacht, mein Gott, wieso ist so ein kleines Glas so teuer. Mir ging es so vor 2 Jahren als ich ein leckeres Rezept ausprobieren wollte und darin Mango-Chutney als Zutat mit hinein sollte. Zufällig waren gerade Mangos beim Discounter für 0,69 € im Angebot und da hab ich gleich mal 3 Stück in den Wagen gepackt. Daheim schnell im Internet nach einem Rezept gesucht, fündig geworden und etwas abgewandelt nachgekocht. Ich kann Euch sagen, besser geht nicht und schon garnicht fertig gekauft. Da sind keine Konservierungsmittelchen drin und das Zeug hält locker 1 Jahr weil es eigentlich wie Marmelade gemacht wird, eben nur herzhaft.

Jetzt war es wieder mal soweit und Nachschub musste her, also ran an die Mangos.

Mein Huhn nach Monthy Python habe ich Euch ja schon mal "hier" gezeigt wofür ich das Chutney brauche.



Die Mangos schälen (ich komme mit drei Früchten für drei Gläser) gut zurecht, halbieren und das Fruchtfleisch vom Kern ablösen und würfeln, evtl. nochmal alles gut ausdrücken, was noch so am Kern hängen bleibt. Gibt noch ein wenig Saft.

 In der Zwischenzeit 450 g Zucker mit 450 ml weißen Balsamicoessig bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Mangos nach und nach einrühren. 2 TL gehackter Ingwer, 2 bis 3 gehackte Knoblauchzehen,
2 TL Chilipulver oder frische gehacke Chili, 2 Stangen Zimt, 75 g Rosinen und 100 g klein geschnittene Datteln einrühren und alles wieder zum Kochen bringen. Ich würze vorher die Mangowürfel noch ein wenig mit Chilisalz.

Hitze reduzieren und ca. 1 Stunde köcheln lassen bis die Mischung eingedickt ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Zimtstangen herausnehmen.
Das Chutney in saubere Gläser füllen und, wie bei Marmelade 10 Minuten auf den Kopf stellen bis sie dicht verschlossen sind. Etiketten dran und fertig.

Die Gläser im Keller kühl aufbewahren, so halten sie sich, wenn es so lange überhaupt hält, ca. 1 Jahr.


Bis dann, mein Beitrag zum Creadienstag und lasst es Euch schmecken, 

Liebe Grüße, Burgi

Dienstag, 24. Oktober 2017

Granatapfel trifft Essig

Hallo Ihr Lieben,


heute gehen süße Kerne eine saure Liaison ein und diese ist perfekt für einen fruchtigen Essig mit Granatapfel der schnell gemacht ist.

 

Dazu einfach zwei Granatäpfel in der Mitte durchschneiden, die Hälfte in eine Schale mit kaltem Wasser geben und ein paar Mal zusammendrücken. Dabei lösen sich die meisten Kerne. Geht schnell und ganz undramatisch ohne die ganze Küche einzudreckeln. Mit dem zweiten Granatapfel ebenso verfahren.


















Anschließend mit einer Schöpfkelle die weißen Rückstände der Haut auffischen und entsorgen. Die Kerne durch ein Sieb geben und  beiseite stellen.

 

Nun den Essig, ich nehme bei zwei Granatäpfeln 500 ml weißen Balsamicoessig mit 1 Eßlöffel Honig mischen und die Kerne hinzufügen, einmal aufkochen und alles in ein großes Schraubglas geben und ca. 2-3 Wochen dunkel und kühl stellen und danach in Flaschen abseihen oder direkt in Flaschen mit den Kernen abfüllen und ebenfalls ca. 3 Wochen in den Keller stellen. Ich mach es immer so da die Kerne auch lecker im Salat schmecken.

 

Mein Granatapfelessig bringe ich nun zum Creadienstag.

Liebe Grüße Burgi

Montag, 4. September 2017

Pflaumenglück

Hallo Ihr Lieben!




Am Sonntag habe ich meine 5 kg Pflaumen zu Zwetschgendatschi und Pflaumenmus verarbeitet. Mal abgesehen von braunen Fingern obwohl gut geschrubbt, ist doch ein leckerer Kuchen (mein Schatz hat am Sonntag davon 8 Stück verdrückt, brauchte kein Abendessen mehr, auch gut, daher brauchte ich nichts mehr kochen) daraus geworden. Heute ist der Kuchen schon fast wieder Vergangenheit. Ich mache ihn ganz schlicht aus einem Hefeteig belegt mit den Zwetschgen und wenn er fertig ist einfach eine Zucker-Zimt-Mischung obendrüber streuen.
 
Mein Pflaumenmus koche ich  nach der alten Backofenmethode. Da brauch ich nicht danebenstehen und ständig umrühren. Es funktioniert prächtig und nichts brennt an. Dazu 3 kg Pflaumen mit 250 g Zucker und 250 g braunem Zucker in einen großen Bräter geben, etwas Zimt und ein paar zerstoßene Nelken dazu. Das Ganze ca. 3 Stunden ziehen lassen. Anschließend den Bräter in den bei 180 Grad vorgeheizten Backofen stellen und ca. 2 - 3 Stunden vor sich hin braten lassen ohne Deckel. Die erste Stunde einen Holzkochlöffel zwischen die Backofentür stecken damit der Dampf abziehen kann. Ab und zu mal nachschauen, ob nichts anbrennt, ist mir aber noch nie passiert. Ich drücke mit einem Schöpflöffel hin und wieder die oberen Pflaumen in den Saft aber bitte nicht umrühren. Anschließend alles nochmal kurz mit dem Pürrierstab durchrühren und in heiß ausgewaschene Gläser abfüllen, Fertig!
  Das Rezept dafür gibt es hier zum Ausdrucken.


Das Pflaumenmus hat es in 7 Gläser geschafft, das reicht über den nächsten Winter.
Wir essen es am Liebsten auf Brot oder frischen Brötchen oder ich rühr auch schon mal einen Löffel unter Rotkohl anstelle von Äpfeln, in Soßen wenn ich Schweinebraten gemacht habe oder fülle Knödel damit. Es hält sich locker 2 Jahre, hatte letzte Woche das letzte Glas aus 2015 aufgemacht und es war immer noch perfekt.


Meine blauen Lieblinge bringe ich zum Creadienstag!

Macht es Euch gemütlich und genießt den Feierabend.

Liebe Grüße, Burgi

Dienstag, 15. August 2017

Brombeer-Variationen und eine Spur von Himbeere!

Hallo Ihr Lieben!

Da von meinem Nachbarn immer noch die Brombeerbüsche zu mir rüberwachsen und dieses Jahr auch reichlich Früchte tragen (sonst eliminier ich die immer schon vorher weil sie nur nerven und alles zuwuchern) habe ich zunächst von einigen Beeren meinen leckeren Brombeer-Essig hergestellt.

Die drei Hellen sind gestern erst angesetzt, der Dunkle hat jetzt 3 Wochen gezogen. Ich nehm den einfachen weißen Balsamico-Essig dazu, ein klein wenig Kokosblütensirup und ein paar Brombeeren. Am Anfang schwimmen die Brombeeren noch oben, nach einiger Zeiten setzen sie sich an den Boden.

Dann kam die zweite Ernte und schnell waren nochmal 500 g Brombeeren gesammelt und daraus Marmelade gekocht mit 250 g Gelierzucker 2:1 und etwas Zitronensaft, wenigstens 3 kleine Gläser.

Beim dritten Rundgang sammeln gab es nur noch ca. 250 g Brombeeren die ich gestern mit 500 g tiefgefrorenen Himbeeren ergänzt habe, ebenso wieder Gelierzucker 2:1 und Zitronensaft dazu.


 Die brachten nochmals 4 Gläser ein und schmeckten auch warm schon genial.


Meine kleinen Früchtchen in Gläsern bringe ich nun zum Creadienstag!

Dienstag, 27. Juni 2017

Ein gut durchgezogenes Likörchen

Hallo Ihr Lieben,

im letzten Jahr im August habe ich aus gut 11/2 kg Mirabellen (nur die einwandfreien Früchte verwenden, die angeschlitzt werden und mit Kern) einen Likör angesetzt. Er ist nun schon fast 10 Monate im großen Gefäß (ich nehme dafür immer die großen Gurkengläser für die Gastro, die bekomme ich bei unserem Strandbadkiosk im Sommer), gefüllt mit Mirabellen, Kandiszucker (250 g) und Wodka (0,7 l, eignet sich gut da geschmacksneutral) vor sich hin gezogen, schön gemütlich im halbdunklen Keller. Normalerweise reichen 10 Wochen zum ziehen im Glas und dann nochmal ca. 4 Wochen wenn er abgefüllt ist, aber ich habe ihn nicht wirklich gebraucht und so zog er immer weiter. Ab und zu hab ich das Glas mal bewegt, sonst eigentlich nichts weiter damit gemacht. Immer mal wieder wollte ich ihn abfüllen, aber es ergab sich nie so der richtige Zeitpunkt oder es waren keine passenden Flaschen parat.

Jetzt ist es soweit. Flaschen habe ich gesammelt, sind sterilisiert und der Likör ist abgeseit und umgefüllt.















Ich habe die Früchte noch ausgedrückt und dann nochmal zum klären des Likörs durch einen Kaffeefilter gegeben. Wer möchte, kann die Früchte auch noch verwenden aber die haben nach der langen Ziehzeit so richtig Wumm! Ich habe sie entsorgt, würden sich aber auch kurzfristig als Dessertbeigabe oder auf Eis gut machen, wohl dosiert.

 

 Habe gerade mal probiert, saulecker aber der hat auch richtig Prozente angesammelt. Ist aber ein leckeres Stöffchen geworden und hoffentlich hat meine Nachbarin dieses Jahr wieder Mirabellen  im Garten.


 Fünf Flaschen sind es geworden aus 0,7 l Wodka, da ist sicher eine zum Verschenken dabei.

Also dann Prost und ab damit zum Creadienstag!

Dienstag, 20. Juni 2017

Süße Früchtchen!

Mein Sonntag stand ganz im Zeichen der Erdbeere!

Ich hatte am Samstag 5 kg Erdbeeren (zweite Wahl) + 1 kg von den ganz Guten zum Backen und sofort essen bei unserem Hofladen im Dorf erstanden und die wollten dann auch recht schnell verarbeitet werden. Also erstmal Kuchen backen (Erdbeer-Rhabarber-Joghurt-Kuchen) und dann die ganzen süßen Früchtchen verarbeiten.


Ich habe also sechs Sorten Marmelade gekocht wie ein Weltmeister mit Holunderblüten, mit Sekt und Aperol für die Großen, mit weißer Schokolade, mit Bananen und ganz Normale nur mit Erdbeeren pur. Am Abend war ich dann kurz vorm Erdbeertrauma. 



 22 Gläser sind es insgesamt geworden die noch den Weg ins Marmeladenregal im Keller finden müssen. Ihr lacht. Ja mein Schatz hat mir vor 2 Jahren ein eigenes Marmeladen-Chutney-Eingekochtes-Regal gebaut, damit ich den Überblick nicht verliere.Darin dürfen alle Gläschen solange wohnen bis sie verspeist oder verschenkt werden. Das Regal ist immer noch ziemlich voll und die neuen Mitbewohner sind noch nicht einmal eingezogen.


Dieses Jahr sind sie aber auch besonders lecker und seit Montag und die folgende Woche gibt es jeden Mittag mit auf die Arbeit Erdbeerjoghurt oder Erdbeerquark.

Jetzt bringe ich meine Wochenendhausaufgabe zum Creadienstag!