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Mittwoch, 29. Mai 2024

Bad Windsheim!

 Hallo Ihr Lieben!

Am 3. Tag ging es 200 km weiter in Richtung Knetzgau nach Zell am Ebersberg wo wir eine Zwischenübernachtung bei Wolfs ältestem Bruder in seinem schönen Holzhaus einlegten. 



Der Weg dorthin führte uns über Bad Windsheim, eine sehr schöne Kurstadt mit historischem Altstadtkern mitten im Frankenland. 

Ein Parkplatz war schnell gefunden und so machten wir uns auf die alten Fachwerkhäuser zu besuchen. Vom Kornmarkt aus mit  Brauereigasthaus, Café und Brunnen


ging es weiter durch die Krämergasse Richtung Marktplatz. Überall hübsch  bepflanzte Blumenkübel und dazwischen alte Gebäude aus vergangenen Zeiten.



Windsheimer Handwerker errichteten das Rathaus in den Jahren von 1713 bis 1717 unter dem Ansbacher Maurermeister Johann Michael Aspacher und seinem Polier Giovanni Rigaglia. Der schlossartige Barockbau wurde bis Juli 1732 durch den Windsheimer Stadtbaumeister Johann Michael Krauss neu aufgebaut, es war bei einer "Feuerbrunst“ am 3. Dezember 1730 vollständig ausgebrannt.



Gegenüber vom Rathaus die Einhorn-Apotheke, die hier schon seit 1717 steht.

 Am Marktplatz befindet sich auch das Hotel Reichsstadt in dem ebenfalls das Amtsgericht untergebracht ist.


Rechtsseitig am Hotel vorbei gelangt man zum Schüsselmarkt.

 Hier steht das Stellerdenkmal. Er war der erste Europäer, der Alaska betrat, der in Bad Windsheim geborene Georg Wilhelm Steller (1709 - 1746). Er war einer der bedeutendsten Naturforscher des 18. Jahrhunderts. Seine Forschungsberichte über Sibirien und Alaska wirken bis heute nach. Nach ihm sind z.B. die Steller'sche Seekuh, die Stellerente (Steller'sche Scheckente) und der Steller'sche Riesenseeadler benannt.

Die Altfränkische Weinstube "Zu den 3 Kronen" mit ihrer restaurierten Fachwerkstruktur aus dem Jahr 1528 zu den am besten erhaltenen, frühen Fachwerkhäusern der Stadt.

Die historische Bausubstanz geht bis auf das mittlere 14. Jahrhundert zurück.

Die 3 Kronen blicken auf eine lange Tradition zurück und sind mit ihrem Gasthausbetrieb seit dem Jahr 1683 eine der ältesten Gaststätten Bad Windsheims.

Das hiesige Kloster der Augustiner-Eremiten wurde 1291 von Albrecht Gailling zu Illesheim-Röllinghausen gestiftet. 1523 waren dem Kloster nur noch der Prior und zwei Mönche verblieben, die sich der Reformation ihres Ordensbruders Martin Luther zuwandten. Im Jahr 1525 löste man das Kloster auf und nutzt das Gebäude nun seit 1623 als Stadtbibliothek.

Weitere Skulpturen stehen am Schüsselplatz.

Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir noch am "Schönen Brunnen" am Weinmarkt vorbei.

Neben den historischen Fassaden der Barockhäuser fällt hier besonders der sogenannte –"Schöne Brunnen“ – auf, der ursprünglich im Jahre 1572 erbaut wurde. Erst im Jahre 1727, als man eine Statue Kaiser Karls VI auf das Becken setzte, erhielt der Brunnen sein heutiges Aussehen. Das Gitter des Brunnens stammt aus dem Jahr 1590. Der Brunnen gilt als der bedeutendste der Stadt und ist – aufgrund der historischen Häuserfassade im Hintergrund - ein beliebtes Postkartenmotiv.

Auch einige moderne Locations fanden sich in Bad Windsheim.

und sogar Geschäfte mit lustigen Schildern vor der Tür.

Gerne hätte ich hier noch ein wenig mehr Zeit verbracht und habe es schon abgespeichert für einen weiteren Aufenthalt irgendwann einmal. Das fränkische Freilandmuseum mit über 100 original eingerichteten Häusern und die Franken-Therme sind sicher einen Besuch wert.

Gegen späten Nachmittag kamen wir in Zell an und den Abend verbrachten wir bei leckerem Essen im Brauereigasthof Göller in Zeil am Main mit Wolfs Bruder Franz und seiner Frau Erika.




Ein wirklich schöner Tag mit vielen Eindrücken ging so zu Ende und am nächsten Tag ging es weiter Richtung Bad Köstritz, aber davon demnächst mehr.

Liebe Grüße
Eure Burgi