Hallo Ihr Lieben!
Heute geht es weiter nach Prag!
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| Nationalmuseum mit Wenzel-Statue |
Am Sonntag, den 01.06. ging es zunächst entspannt nach dem Frühstück in Pilsen weiter über Landstraßen ins ca. 100 km entfernte Prag. 2 Stunden später erreichten wir die Innenstadt und dann war das Chaos perfekt. Eine Großstadt, 4-spurig mit reichlich Baustellen und Straßenbahnen im Stadtkern. Das Navi führte uns über Straßenbahnschienen und mindestens 3 x wieder quer durch die Stadt. Irgendwann nach gut einer Stunde war ich es leid und bin auf den Schienen hinter der Tram hergefahren!!!
Unser Hotel "Ambassador Slatá Husa" lag direkt am Wenzelsplatz (Fußgängerzone), 60 m breit und die Fußgängermeile mit Geschäften, Hotels, Restaurants und Cafes.



Vorab hatten wir schon für 25 € pro Nacht einen Parkplatz im Innenhof des Hotels gebucht da Parken in der Innenstadt nicht möglich ist und eine Ausnahmegenehmigung vom Hotel zum Befahren der Fußgängerzone bekommen die wir bei der Polizeistreife am Eingang dieser direkt vorzeigen mussten. Ausgesucht hatten wir dieses Hotel aufgrund seiner zentralen Lage da wir nur 2 Nächte in Prag hatten und nicht noch von a nach b lange Anfahren wollten.


Inzwischen fast 15 Uhr, genau passend zum Einchecken



und mit den Nerven am Ende bezogen wir unser Zimmer in der 3.Etage,



ruhig gelegen mit Blick hinten raus.
Kurz frisch machen,
umziehen und noch einmal den Wenzelsplatz rauf und runter.
Hier beginnt der Altstädter Ring mit dem Koruna-Haus und der ehemaligen städtischen Sparkasse.
Inzwischen war Zeit zum Abendessen. Lange wollten wir nicht mehr suchen und so direkt am Wenzelsplatz gegenüber vom Hotel im Restaurant "U Balouna" gespeist. Reine Touristenfalle in die wir getappt sind. Bier und Essen viel zu teuer und wirklich gut hat es auch nicht geschmeckt und die Gläser waren auch nur 3/4 voll. Im Hotel hätten wir sicher besser gegessen.



Am nächsten Tag starteten wir nach dem reichlichen Frühstück im Hotel Richtung Sehenswürdigkeiten.
Durch die schmalen Gassen
immer wieder vorbei an den leckersten Verführungen
und dem Sex-Machines-Museum, wo wir nur einen kurzen kostenlosen Blick in den Vorraum erhaschten
erreichten wir den ältesten Platz von Prag, den Altstädter Ring
mit dem Haus zur steinernen Glocke,
dem Rathauskomplex,
der astronomischen Uhr, wo zu jeder vollen Stunde das Glockenspiel erstönt.



Auf dem großen Platz die Teyn-Kirche mit der Central-Gallery.
Hier tobt das Leben und Menschenmassen bevölkern den Platz.


Das Jan-Hus-Denkmal und die Mariensäule.


Natürlich auch hier Pferdekutschen für Stadtrundfahrten.


Irgendwann war es Zeit, aus dem Gewusel zu entschwinden.
Weiter ging es am Aurus-Hotel und dem Rott-Gebäude, wo sich das Hard-Rock-Cafe befindet
durch die nächsten engen Gassen
mit Swarowski-Shop
und jeder Menge Cannabisläden. Hie scheint die Kifferhauptstadt Europas zu sein, grins.
Inzwischen knurrte der Magen und so sind wir im "U Zlateho Stromu" kurz vor der Karlsbrücke zum Essen eingekehrt bzw. auf der Terrasse in der Gasse gesessen.
Leider auch hier wieder Nepp am Touristen.
Das Essen war ganz ok aber dann kam die Rechnung.
Für umgerechnet 5 € stand Brot mit Kräuterbutter auf der Rechnung, die wir nicht bestellt hatten und auch nicht gegessen haben aber wohl immer serviert wird. Automatisch wurden 12,5 % Trinkgeld zusätzlich auf die Rechnung aufgeschlagen. Nein, keine Servicegebühr sondern wirklich Trinkgeld. Ich war lange genug in der Gastronomie und hätte mir sowas früher auch gerne gewünscht.
Die Bilder von der Karlbrücke habe ich Euch schon gezeigt.
Mit Oldtimern werden Stadtrundfahrten angeboten, die auch überall zu sehen waren.
Nun ging es durch ein anderes Viertel zurück Richtung Hotel. Die Füße qualmten und der Regen setzte ein.
Die St. Clemens-Kirche lag auf dem Weg und wurde besucht, einfach nur um mal irgendwo in Ruhe abzusitzen.
Durch die Husova-Gasse, hier hängt seit 1996 eine lebensgroße Skulptur von dem Künstler David Cerny und soll Siegmund Freud darstellen und nennt sich "Hanging Man".
Nach gut einer weiteren halben Stunde kamen wir im Einkaufsviertel an mit Kaufhäusern und vielen Geschäften.
Noch einmal rechts um die Ecke und wir waren nach 6 Stunden wieder am Hotel. Der Tag war gut ausgefüllt mit vielen Eindrücken einer großen historischen Stadt.
Zeigen muss ich Euch unbedingt noch das Schild auf dem Zimmer. Rauchen verboten ok aber wer soll hier bitte ohne Herd kochen!!!
Mein Fazit für Prag!
Möglichst nicht mit dem eigenen Auto anreisen. Parkplätze sind teuer sowie kaum vorhanden.
Die Tschechen sind rücksichstlose Autofahrer und richtige Rüpel im Straßenverkehr, sowas ist mir noch nirgendwo anders in Europa untergekommen und hat sich auf der weiteren Tour auch nicht positiv geändert.
Nepp und Abzocke in den Restaurants!
Leider keine Sitzmöglichkeiten in der Altstadt in Form von Bänken um mal kurz eine Pause einzulegen. Man wird gezwungen, ein Lokal aufzusuchen.
Besonders gastfreundlich fand ich die Tschechen auch nicht.
Alles in allem, eine schöne Stadt mit Potenzial nach oben. Einmal gesehen und gut!
Liebe Grüße
Eure Burgi